Leben mit MS wäre einfacher,...

...wenn wir akzeptiert würden, wie wir sind. Nur, weil man unsere Gebrechen nicht sehen kann, sind sie dennoch da!



Die Behandlung von Multiple Sklerose steht im Mittelpunkt der Forschung

Die Behandlung von Multiple Sklerose steht im Mittelpunkt der Forschung. Eine Reihe von Medikamenten sollen zugelassen werden. Dies sollte bei den Patienten aber keine falsche Hoffnung hervorrufen.

Ibudilast
Die FDA (Food and Drug Administration - Amerikanische Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente) beantragte die Zulassung von Ibudilast zur Behandlung von Patienten mit progredienter Multipler Sklerose. Wird in oraler Form verabreicht.

Ocrelizumab
Bei der EMA (European Medicines Agency – Europäische Arzneimittel-Agentur) und der FDA wurde der Antrag auf Zulassung für Ocrelizumab (geplanter Handelsname Ocrevus®) für die Behandlung schubförmiger und erstmals auch primär progredienter MS gestellt. Die Entscheidung wird Mitte 2017 erwartet. Wird alle 6 Monate als Infusion verabreicht.

Daclizumab
Seit Juli ist Daclizumab (Handelsname Zinbryta) bei schubförmiger MS in Europa zugelassen. Wird einmal monatlich subkutan injiziert. Die einzelnen Staaten zögern mit der Zulassung: schwerwiegende Leberprobleme, Lungenentzündung, schwere Hautreaktionen als Nebenerscheinungen.

Cladribin
Die EMA nahm den erneuten Antrag auf Zulassung für Cladribin-Tabletten zur Behandlung von schubförmig verlaufender MS zur Prüfung an. 2011 hatten sowohl die EMA als auch die FDA die Zulassung des oral einzunehmenden Wirkstoffs aufgrund eines ungünstigen 
Wirkungs-Nebenwirkungsprofils abgelehnt. Ob die Tabletten zugelassen werden, ist noch nicht klar.

Siponimod
Im Herbst wurden weitere Phase-III-Ergebnisse (EXPAND) für den oral anzuwendenden Wirkstoff Siponimod zur Behandlung der sekundär progredienten Verlaufsform der Multiplen Sklerose vorgestellt. Es machte sich eine signifikante Reduzierung der Behinderungs-Fortschreitung und eine Verzögerung der Abnahme des Hirnvolumens gegenüber Placebo bemerkbar.

Wie gesagt, Vieles in der Warteschleife – es braucht Geduld – und nicht jede Therapie kann beim einzelnen Patienten eingesetzt werden.

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